Glaubensfestival Neuenkirchen

GF_NK

Am Sonntag, den 15. Mai ist die zehntätige Pfarrmission in Neuenkirchen (Kreis Steinfurt, NRW) in der Nähe von Münster zu Ende gegangen. Es waren sehr gesegnete Tage, die auf wachsende Begeisterung in der Pfarrei stießen.

Wir hatten das „Glaubensfestival“, was unter dem Leitwort „Mehr als du glaubst“ stand, über acht Monate mit der Pfarrgemeinde vorbereitet. Es gab viele Treffen des Koordinationsteams und als spirituelle Vorbereitung einen Missions- und Glaubenskurs, der unter der Leitung von Ulrich Hagemann und Anna von Wedel und Mitgliedern der Gemeinschaft Emmanuel in Münster mit Vorträgen gestaltet wurde und eine Woche vor Beginn der Mission in eine Tauferneuerungs- und Sendungsfeier mündete.

Gestartet war das Festival mit einer Eröffnungsmesse unter freiem Himmel und einem Grillfest, bei dem sich Gemeinde und Missionare gegenseitig beschnupperten und erste Gespräche möglich waren.
Gemäß der Idee in der Vorbereitung „Wo würde Jesus hingehen, wenn er jetzt hier wäre?“ besuchten wir im Laufe der Woche alle Kindergärten, alle Grund- und weiterführenden Schulen, Altenheime und Behinderteneinrichtungen. Die Studenten der ESM hatten insbesondere die Kindergarten- und Schulbesuche gut vorbereitet, so dass wir mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch über Gott und den Glauben konnten, auch wenn uns manche Lehrer eher zurückhaltend begegneten.
Das tägliche Angebot des Morgenlobes, einer Mischung aus Lobpreis und Laudes, und der Missionsmesse am Abend wurde mehr und mehr angenommen.

Das Angebot der Hauskreise wurde nicht übermäßig angenommen, dafür haben wir aber in den Hausbesuchen geschafft, an fast jeder Haustür in Neuenkirchen geklingelt zu haben. Den Kindern und Jugendlichen der Gemeinde begegneten wird bei Treffen mit der Messdienerleiterrunde, den Jugendverbänden und Nachmittagen mit Schulkindern im Pfarrheim; viele kamen auch zu dem Jugendabend „Go(o)d 4 U“, der von den Studenten der ESM mit Livemusik, Zeugnissen und Pantomime gestaltet wurde.

Das Abendprogramm war auch sehr unterschiedlich: es gab ein Podiumsgespräch zum Thema „Christ sein in der Arbeitswelt“ mit lokaler Politikprominenz, eine Maiandacht für Frauen über Maria und parallel dazu eine Männer-Messe mit sich anschließendem Männerabend bei Pils und Korn: „Glauben Männer anders?“. Der Vortrag von Manfred Lütz war sehr gut besucht; er selbst war in Höchstform und brachte die eher zurückhaltenden Westfalen zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Ein weiterer Abend mit dem provokanten Titel „Gott ja! – Kirche nein!“ sollte kritische Geister anlocken. In einer guten Atmosphäre sprachen wir darüber, wo wir im Glauben und vor allem mit der Kirche Schwierigkeiten haben. Oftmals, so scheint es, liegen diese Schwierigkeiten in Verletzungen aus persönlichen Begegnungen zugrunde. Der Pfarrer Martin Sinnhuber aus Münster betete am Ende des Abends um Vergebung für alle Unversöhntheiten zwischen Menschen innerhalb der Kirche. Das Musical der ESM über Mutter Teresa war auch gut besucht – im Rahmen des Glaubensfestivals wurde es zweimal nacheinander aufgeführt und sprach viele Menschen sehr an.

Darüber hinaus gab es noch ein Frauenfrühstück, einen Abend mit Eltern von Erstkommunionkindern und wir besuchten die Proben des Jugendchores und des Kirchenchores, die jeweils eine Messe mitgestalteten.
Für das Abschlusswochenende waren zu den 50 Missionaren noch viele Mitglieder der Gemeinschaft Emmanuel aus der Region Münster dazugekommen. Zum Barmherzigkeitsabend, dem geistlichen Höhepunkt des Glaubensfestivals, war die Kirche voll. Das Angebot zum Sakrament der Versöhnung wurde gut angenommen und bis zum späten Abend waren die zehn Priester „belegt“. Am letzten Abend gab es einen Dankabend „1001 Licht“. Die Pfarrkirche St. Anna war mit vielen hundert Teelichtern illuminiert und wir hörten Zeugnisse von Missionaren und Neuenkirchenern über diese Woche und dankten Gott in Psalmen, Hymnen und Liedern.

Insgesamt war es eine tolle, geisterfüllte, gesegnete Woche unter der geduldigen Leitung von Samuel Sieber (Leitungsteam ESM). Auch wenn der Anfang eher schleppend verlief, konnten sich doch immer mehr Menschen auf diese ungewohnte Sache einlassen und ich bin davon überzeugt, das Gott einiges getan hat!

Herzliche Grüße aus Münster,
Ulrich Hagemann

Zum Pressearchiv
http://www.emmanuel-info.de/index.php?id=presse-spiegel

Zur Fotogalerie
https://picasaweb.google.com/ulrich.hagemann/PfarrmssionNeuenkirchen?authkey=Gv1sRgCISk1a_0oMGTUw&feat=directlink